Die Töne der sechs Saiten
| Saite | Ton | Frequenz |
|---|---|---|
| 6. (dickste) | E2 | 82,41 Hz |
| 5. | A2 | 110,00 Hz |
| 4. | D3 | 146,83 Hz |
| 3. | G3 | 196,00 Hz |
| 2. | H3 | 246,94 Hz |
| 1. (dünnste) | E4 | 329,63 Hz |
Die beiden äußeren Saiten sind beide E, zwei Oktaven auseinander: Die dickste Saite heißt tiefe E-Saite, die dünnste hohe E-Saite. Tippe auf einen Ton, um ihn zu hören:
Wie Gitarrensaiten gezählt werden
Die Saiten werden von der dünnsten zur dicksten gezählt: Die hohe E-Saite ist die 1. Saite, die tiefe E-Saite die 6. „Hoch“ und „tief“ beschreiben die Tonhöhe, nicht die Lage – wenn du die Gitarre hältst, liegt die tiefe E-Saite oben, deinem Gesicht am nächsten.
Eselsbrücken für die Töne
- Von der 6. zur 1. Saite: Eine Alte Dame Geht Heute Einkaufen.
- Oder: Ein Anfänger Der Gitarre Hat Eifer.
Warum H und nicht B? Im deutschsprachigen Raum heißt der Ton, der im Englischen B genannt wird, H; „B“ bezeichnet bei uns den Ton einen Halbton tiefer (englisch B♭). In englischen Tabs und Songbooks steht deshalb E A D G B E.
Die Töne auf dem Griffbrett
Jeder Bund erhöht eine Saite um einen Halbton. Zwischen H und C sowie zwischen E und F liegt kein weiterer Ton, diese Paare sind also nur einen Bund voneinander entfernt; zwischen allen anderen benachbarten Stammtönen liegt ein Ton mit Kreuz. Im 12. Bund spielt jede Saite wieder ihren Leerton, eine Oktave höher.
| Saite | Leer | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 (E) | E | F | F♯ | G | G♯ | A | A♯ | H | C | C♯ | D | D♯ | E |
| 2 (H) | H | C | C♯ | D | D♯ | E | F | F♯ | G | G♯ | A | A♯ | H |
| 3 (G) | G | G♯ | A | A♯ | H | C | C♯ | D | D♯ | E | F | F♯ | G |
| 4 (D) | D | D♯ | E | F | F♯ | G | G♯ | A | A♯ | H | C | C♯ | D |
| 5 (A) | A | A♯ | H | C | C♯ | D | D♯ | E | F | F♯ | G | G♯ | A |
| 6 (E) | E | F | F♯ | G | G♯ | A | A♯ | H | C | C♯ | D | D♯ | E |
Die dünnste Saite steht oben, wie in Gitarrentabs. Töne mit Kreuz (♯) lassen sich auch mit ♭ schreiben: A♯ (Ais) ist derselbe Ton wie B.
Warum die G- und die H-Saite anders sind
Die meisten benachbarten Saiten liegen fünf Halbtöne auseinander, also ergibt der 5. Bund einer Saite den Ton der nächsten Leersaite. Zwischen G und H sind es vier Halbtöne, dort ist es also der 4. Bund. Diese eine Ausnahme macht die üblichen Akkordgriffe bequem – und deshalb hat die Stimm-Methode mit dem 5. Bund einen Schritt im 4. Bund.
Andere Stimmungen
Alternative Stimmungen ändern einige dieser Töne – Drop D senkt zum Beispiel die 6. Saite auf D. Die Übersicht der Stimmungen zeigt die Töne jeder Stimmung, und die Frequenztabelle nennt die genaue Tonhöhe jeder Saite.